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Briefe

Dankesworte an den Träger

Liebe Erika, lieber Paul, lieber Waldemar, liebe Halime,

bald beginnt bereits mein drittes Ausbildungsjahr. In letzter Zeit denke ich deshalb oft an meine Anfänge zurück und daran, wie der Herr alles geführt hat.

Ich erinnere mich noch genau an den Tag meines Vorstellungsgesprächs. Paul, du hast mich damals am Eingang der Kita begrüßt. Wenn ich heute daran zurückdenke, kann ich nur mit großer Freude davon erzählen. Selbst meinen Freunden erzähle ich noch davon. Wenn ich ihnen berichte, wie wir gemeinsam gebetet haben und wie offen wir über unseren Herrn gesprochen haben, reagieren sie immer gleich. Sie schauen mich erstaunt an und sagen: „Wow, wie schön!“

Und genau das ist es.

Seit fast drei Jahren darf ich nun Teil dieser Kita sein. Und immer wieder komme ich nach einem Arbeitstag nach Hause und bete: „Herr, du liebst mich so sehr.“

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich Kinder schon immer geliebt habe. Als Kind war ich selten bei den Gleichaltrigen. Mich zog es immer zu den Kleineren, zu den Babys. Schon damals wusste ich: Eines Tages möchte ich mit Kindern arbeiten. Doch der Herr hatte zunächst einen anderen Weg für mich vorgesehen. Dafür bin ich heute sehr dankbar, denn auch dort durfte ich erleben, wie treu Er führt und wirkt. Nachdem ich meine erste Ausbildung abgeschlossen hatte, stand ich vor der Frage, wie es weitergehen sollte. Sollte ich diesen Beruf mein Leben lang ausüben oder einen anderen Weg einschlagen? Dabei musste ich immer wieder an meinen Kindheitstraum denken. Ich erinnerte mich daran, wie oft ich gesagt hatte, dass ich Erzieherin werden möchte. Gleichzeitig trug ich schon lange einen besonderen Wunsch in meinem Herzen: Seitdem ich zum Glauben gekommen war, wollte ich unbedingt in einer christlichen Kita arbeiten. Doch damals schien dieser Wunsch unerreichbar. Es gab einfach keine christliche Kita in Heilbronn. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich nach der Arbeit in der Zahnarztpraxis nach Hause lief und mit dem Herrn sprach. Immer wieder sagte ich ihm, wie sehr ich mir wünschte, in einer christlichen Kita arbeiten zu dürfen. Ich erzählte es meinen Freunden, meiner Familie und meinen Glaubensgeschwistern. Es war ein Wunsch, den ich über Jahre vor Gott brachte. 2023 schloss ich schließlich meine Ausbildung als ZFA erfolgreich ab. Ich war unglaublich dankbar, dass der Herr mich durch diese Zeit getragen und gesegnet hatte. Doch mein Wunsch blieb derselbe.

Und dann geschah etwas, das ich nie vergessen werde.

Einige Wochen später erzählte mir meine Mutter von einer neuen christlichen Kita. Und nicht nur das: Die liebe Angi aus meiner Gemeinde arbeitete dort. Ich konnte kaum glauben, was ich hörte. Heute, drei Jahre später, kann ich nur staunend zurückblicken und sagen: Der Herr hat mich mit dieser Kita überreich beschenkt. Jeden einzelnen Tag darf ich mir bewusst machen, dass ich mitten in einer Gebetserhörung lebe. Allein dieser Gedanke verursacht mir manchmal noch Gänsehaut.

Für manche Menschen ist der Beruf der Erzieherin vielleicht etwas ganz Normales.

Für mich ist er das nicht.

Für mich ist es Gnade.

Für mich ist es ein Geschenk.

Und für mich ist es ein sichtbarer Beweis dafür, dass Gott Gebete hört.

Diese Kita ist für mich nicht einfach nur ein Arbeitsplatz. Sie ist ein Ort, an dem ich
Gottes Wirken erleben darf.

Wir begegnen Familien unterschiedlichster Herkunft, Nationalitäten und Religionen.
Und wir dürfen ihnen von Jesus erzählen. Wir dürfen Samen säen. Wir dürfen Hoffnung weitergeben. Wir dürfen den Kindern von unserem Herrn erzählen, mit ihnen beten und gemeinsam Lobpreislieder singen. Gibt es etwas Schöneres? Ist das nicht genau das, wozu der Herr uns berufen hat? Doch nicht nur deshalb ist diese Kita für mich ein so großes Geschenk.

Seit ich hier arbeite, verstehe ich einen Bibelvers auf eine Weise, die ich vorher nie verstanden habe:
„Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen.“
(Matthäus 18,3)

Wie oft haben mich die Kinder in meinem Glauben ermutigt.

Sie haben mir gezeigt, was echtes Vertrauen bedeutet. Sie haben mir gezeigt, wie schnell man vergeben kann. Sie haben mir gezeigt, was es heißt, abhängig zu sein, Hilfe anzunehmen und sich seiner eigenen Schwachheit bewusst zu werden. Und immer wieder, wenn ich die Kinder beobachte, höre ich in meinem Herzen diese leise, liebevolle und zugleich klare Stimme:
„Werde wie dieses Kind.“

Die Kinder haben mein Glaubensleben verändert.

Und deshalb endet mein Arbeitstag so oft mit denselben Worten:
„Danke, Herr.“

Ich schreibe euch all das, weil ich euch ermutigen möchte.

Diese Kita ist ein unglaublich großer Segen. Und ich bin überzeugt davon, dass der Feind genau weiß, welches Potenzial in diesem Werk Gottes steckt. Der Herr hat Großes mit den Kindern vor, die Woche für Woche durch diese Türen gehen. Er hat Großes mit den Familien vor. Und er möchte uns dabei gebrauchen.

Außerdem möchte ich euch sagen, wie kostbar diese Kita für mich persönlich geworden ist.

Als Träger und Arbeitgeber müsst ihr Entscheidungen treffen. Ihr fragt euch, wen ihr einstellt, wen ihr begleitet und wen ihr nach der Ausbildung übernehmen könnt.

Deshalb möchte ich euch von Herzen sagen: Für mich gibt es keinen schöneren Arbeitsplatz als diesen. Ich kann mir kaum vorstellen, in einer anderen Kita zu arbeiten. Diese Kita ist meine Gebetserhörung. Ich freue mich jeden Morgen auf die Arbeit. Und ich liebe es zu sehen, wie der Herr alles führt, lenkt und gebraucht. Deshalb würde ich mich von ganzem Herzen freuen, wenn ich auch nach meiner Ausbildung noch viele weitere Jahre Teil dieser Kita sein dürfte.

Zum Schluss möchte ich jedoch vor allem dem Herrn danken. Denn Er hat alles wunderbar geführt. Und ich möchte auch euch danken. Danke, dass ich nicht nur gesegnete Arbeitgeber haben darf, sondern Glaubensgeschwister, die mit mir beten, mich ermutigen und für mich da sind.

Möge der Herr euch, eure Familien und euren Dienst reichlich segnen.

Mit ganz lieben Grüßen
Tibelya